Aus Sicht der kommunalen Interessenvertretung ist die Erstellung eines Verkehrskoordinierungsprojektes für den Großraum Innsbruck zur Abstimmung sämtlicher Bauarbeiten auf Autobahn, Landes- und Gemeindestraßen im Sinn des in Rede stehenden Antrages grundsätzlich positiv zu beurteilen. Der Schwerpunkt einer derartigen Koordinierung läge auf Basis der Wahrnehmung des Tiroler Gemeindeverbandes jedoch zweifellos im Bereich der ASFINAG und des Landes. Gemeindestraßen sind dabei von untergeordneter Bedeutung bzw. gilt es hier insbesondere gemeindespezifische Interessen zu wahren. Demzufolge würde die zentrale Koordinierungsaufgabe in dieser Angelegenheit wohl das Land Tirol übernehmen müssen und damit läge auch die Entscheidung bezüglich der Einbindung einschlägig tätiger Beratungs- und Ingenieur-Unternehmen beim Land Tirol. In diesem Zusammenhang wird angemerkt, dass eine allfällige auch nur teilweise (Projekt-)Kostenübernahme durch die Gemeindeebene aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Gemeindekassen auszuschließen ist. Demgegenüber kann eine Mitarbeit in Diskussionsprozessen, Arbeitsgruppen, etc. im Falle einer Realisierung dieses Projektes von Vertreter*innen der betroffenen Gemeinden in Aussicht gestellt werden. Im Ergebnis ist die Erwartungshaltung von einem derartigen Projekt nicht zu hoch einzuschätzen, zumal aufgrund der Vielfalt von spezifischen Interessen eine Synchronisierung im Sinn des Antrages kaum zu erreichen sein wird.
Dringlichkeitsantrag „Verkehrskoordinierung Großraum Innsbruck – Bund, Land und Gemeinden gefordert“